Die Valentinuskapelle bei Düppenweiler
Der Überlieferung nach soll an diesem Ort die Kirche des im 30jährigen Krieg zerstörten alten Dorfes „Oberweiler“ gestanden haben. Am Sonntag, 12. Februar 2012, findet die Valentiusprozession in Düppenweiler statt.
Der Überlieferung nach soll an diesem Ort die Kirche des im 30jährigen Krieg zerstörten alten Dorfes „Oberweiler“ gestanden haben. Auf Betreiben des damaligen Düppenweiler Pfarrers Anton Cannivé wurde in den Jahren 1858/59 deshalb an dieser Stelle eine Kapelle erbaut. Über die Geschichte der Kirche des alten Dorfes wissen wir so viel: 1153 wird sie als Gotteshaus von „Villari“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Lagerbuch der Pfarrei Düppenweiler ist daneben vermerkt, genau dort, wo sich der Altar der Kapelle befindet, habe sich bis zu deren Bau eine große Steinplatte erhalten, die der Altarstein der alten Kirche gewesen sein soll. Die erwähnte Steinplatte soll auch in der 1858/59 erbauten Kapelle wieder als Altarstein benutzt worden sein. „Zu dieser Stelle“, so im Lagerbuch weiter, „wallfahrteten die Bewohner von Düppenweiler und der Umgegend seit alten Zeiten sehr fleißig und legten nicht selten auf dem erwähnten Stein ihre Opfergaben nieder.“
In der Prozession, die alljährlich am Valentinstag von der Pfarrkirche in Düppenweiler zur Valentinuskapelle durchgeführt wird, hat sich diese Tradition bis auf den heutigen Tag erhalten. Nach alter Sitte wird dann Brot, Wasser und Salz unter Anrufung des hl. Valentinus gegen Krankheiten von Mensch und Vieh gesegnet. In diesem Jahr findet die Prozession am Sonntag, dem 12. Februar, statt mit Feierlichkeiten in der Pfarrkirche, einer Andacht und der Segnung von Brot und Salz, an die sich dann die Prozession zur Kapelle anschließt.
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