Panorama-Höhenweg
Beckinger Panorama-Höhenweg vom Fischerberghaus bis zum Naturparkdorf Hargarten
Orchideen, Grenzsteine, Wildrosen und ein herrliches Panorama auf der ganzen Wegestrecke
Beckingen ist quasi der Eingangsort zum Haustadter Tal, dessen Hauptteil von Hargarten bis nach Beckingen, rund 12 Kilometer, süd-südwestlich verläuft, der Hauptrichtung der Saar also fast entgegensetzt. Das Haustadter Tal liegt in einem ungleichseitigen Talquerschnitt, die Hänge auf der rechten und linken Seite sind voneinander nicht nur höhenmäßig, sondern auch geologisch, recht unterschiedlich. Während auf der rechten Seite eine durchgehende, nur durch Tälchen unterbrochene steile Wand, über die auch der Panorama-Höhenweg führt, den Talhang bildet, ist die linke Seite nur eine Folge von isolierten, ziemlich niedrigen Kuppen.
Über den durchgehenden Steilhang auf der rechten Seite führt der Beckinger Panorama-Höhenweg vom Fischerberghaus in einer Höhe von 352,7 Metern über den Fischerberg und das Naturschutzgebiet Wolferskopf bei Beckingen, die Kapp, Mittelsberg und das Hendelscheitchen bei Haustadt, Millessen und Auheck bei Honzrath, weiter hinauf in einem zweiten Steilhang zur Merchinger Platte. Diese Hochfläche, die westlich von Hargarten an der höchsten Stelle 417 Meter erreicht, führt mit Blick auf Erbringen weiter vorbei bis zum Naturparkdorf Hargarten. Der Ausgangspunkt der Wanderung, das Fischerberghaus mit dem Naturschutzgebiet Wolferskopf, ist für Beckingen allein deshalb schon so prägend, weil man diesen Höhenrücken, der bis Hargarten durchgeht, von weitem schon sieht, zum Beispiel von der A 620 aus von Richtung Saarbrücken her oder auch von Dillingen über die B 51 her kommend. Auch für Radfahrer oder die Schifffahrt an der Saar entlang ist der Höhenzug ein Blickfang. Wer genau hinsieht, kann sogar den Weinschauberg erkennen. Da die rechte Talseite also höher ist als die linke, bietet sich über die Wegstrecke des Höhenweges ein sich abwechselnder herrlicher Panoramablick.
Schon beim Fischerberghaus bietet sich eine Sicht in das obere Saartal bis Völklingen, ein Panoramablick über Rehlingen-Siersburg mit der Siersburg, Felsberg und über die Kammlage bis Richtung Frankreich und Bouzonville. Auf der anderen Seite ist der Blick frei über das nördliche Saarland bis zum Schaumberg. Im Verlauf der Wanderung sind auch die gegenüberliegenden einzelnen Bergnasen mit ihren am Fuße liegenden Örtchen des Haustadter Tales ein Blickfang: dazu gehört der Reiertsberg mit Blick auf Beckingen (243 m hoch), der Bermerich zwischen Beckingen und Haustadt (265 m hoch und bewaldet), der Homerich mit Honzrath (343 Meter hoch und eines der schönsten Waldgebiete in der Gemeinde Beckingen), eine weitere kleine Kuppe mit Honzrath und Erbringen, der Dompen östlich von Erbringen, die Oppener Kupp (395,8 m hoch) mit Reimsbach und Blick bis zum Schaumberg sowie auf den Litermont (414,2 m hoch) mit Düppenweiler.
Der Höhenweg hat aber außer schönen Aussichten noch viel mehr zu bieten, denn gestartet wird mitten im Naturschutzgebiet Wolferskopf. Sobald das Fischerberghaus mit Kalkofen, Steinbruch und Weinschauberg hinter Ihnen liegt, erwandert man das „etwas andere“ Naturschutzgebiet Wolferskopf mit einer einzigartigen Flora und Fauna, seltenen Blumen und Pflanzen und einer vielfältigen Tier- und Insektenwelt. Auf dem neu gestalteten Panoramaweg führt die Wanderung durch eines der ältesten Naturschutzgebiete des Saarlandes, in dem 450 verschiedene Pflanzenarten, darunter 30 Orchideenarten und im weiteren Verlauf des Weges auch zahlreiche Wildrosenarten das Herz eines jeden Naturfreundes höher schlagen lassen. 60 verschiedene Vogelarten brüten hier, darunter viele Hecken- und Buschbrüter und der gefährdete Neuntöter, Charaktervogel des Wolferskopfes.
Sie wandern durch buntblumige Streuobstwiesen und Orchideenwiesen, entdecken diesen oder jenen bunten Falter, so auch den Großen Feuerfalter, der weltweit in seinem Bestand gefährdet ist oder seltene Wildrosen. Auch Geschichte schreibt der Wolferskopf, denn einige der ursprünglich 137 historischen Grenzsteine, mit denen die kurtrierisch-französische Grenze 1779 ausgesteint wurde, stehen am Grenzsteinweg am Wolferskopf. Nach rund 12 Kilometern Wanderung auf dem Panoramaweg erreicht man das Naturparkdorf Hargarten, eines der schönsten Dörfer im Naturpark Saar-Hunsrück. Neben Gastronomie laden Kalkofen, Steinbruch, Feldschmiede und ein kleines Kapellchen, die Anna-Kapelle, zum Verweilen ein.
Wer möchte, auch weil die Gastronomie in den Ortschaften lockt, kann vom Panoramaweg aus kleine Abstecher in die kleinen Ortschaften am Fuße des Panoramawegs mit ihren Sehenswürdigkeiten machen:
Beckingen:
Deutschherrenbrunnen
Marzelluskapelle
Heidenlöcher
Westwallbunker
Haustadt:
Kirche
Honzrath:
Aussichtspunkt Kapp
Wassertretanlage
Steinbrüche
Felsenkeller
Kathreinenkapelle
Sporthotel mit vielen Sportmöglichkeiten
Weiher/Vogelschutzgebiet
Erbringen:
Luziakapelle
Hargarten/Naturparkdorf:
Kalkofen
Steinbruch
Feldschmiede
Annakapelle


